Linke& Piraten zu den Plänen der Neuland in Vorsfelde: Soziale Verantwortung muss Vorrang haben

Zum angekündigten Verkauf der Wohnungen und Garagen aus dem Bestand der städtischen Wohnungsgesellschaft NEULAND erklärt der Vorsitzende der Fraktion Linke & Piraten Svante Evenburg:

„Wir erwarten, dass sich die Neuland auf den Weg macht, und ihre Planungen zum Verkauf in einer öffentlichen Bürgerversammlung den betroffenen Mietern sowie dem Ortsrat Vorsfelde erläutert. Zurecht spüren die betroffenen Mieterinnen und Mieter große Verunsicherung. Erst kauft die Neuland in Westhagen und Detmerode Wohnungen aus Berlin auf, damit den dortigen Mietern ein verlässlicher und seriöser Partner gegenüber steht. Nun will sie sich als verlässlicher und seriöser Partner aus Vorsfelde zurückziehen. Das schafft Ängste, die schleunigst beseitigt werden müssen“.

Der Kreisvorsitzende der Linken Bastian Zimmermann ergänzt: „Auch der Aufsichtsrat der Neuland ist in der Pflicht, sich mit den Sorgen der Vorsfelder auseinanderzusetzen. Wenn die Mieter in großer Mehrheit sagen, wir wollen Mieter der NEULAND bleiben, muss auch darüber geredet werden, wie die Ziele der NEULAND ohne den angedachten Verkauf erreicht werden können. Es darf nicht sein, das etwaige Käufer sich auf dem angespannten Wolfsburger Wohnungsmarkt eine goldene Nase verdienen wollen.“

Ratsherr Svante Evenburg versteht außerdem nicht, wieso Stadtpolitik und Oberbürgermeister das Vorgehen der Neuland offenbar billigen: „Aus meiner Sicht ist der Verkauf städtischen Wohnraums das komplette Gegenteil dessen, was durch den Kauf der Neuland-Anteile im alten Rat erreicht werden sollte. Wenn die Neuland Kapital benötigt, dann muss sie in die Kreditaufnahme gehen, anstatt Mieter renditeorientierten Investoren zu überlassen. Das hat doch nichts mit sozialer Verantwortung zu tun.“