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Linke & Piraten verwundert: Verwaltung gegen familienfreundliche Freibäder?

Sehr irritiert ist die Fraktion Linke & Piraten über die ablehnende
Stellungnahme des Geschäftsbereiches Sport zu ihrem Fraktionsantrag,
auch in Wolfsburger Freibädern Familientagestickets einzuführen. „Wir
dachten bisher, Wolfsburg läge weiterhin daran, eine familienfreundliche
Stadt zu sein. Aber da waren wir wohl zu optimistisch“, erklärt die
Fraktionsvorsitzende Piroska Evenburg. Bürger hatten die Fraktion im
Sommer darauf aufmerksam gemacht, dass Eltern an den Kassen der
Freibäder im Gegensatz zu den Hallenbädern und dem BadeLand keine
ermäßigten Familientagestickets für 2 Erwachsene und ihre Kinder kaufen
können. Umgehend beantragte die Fraktion daraufhin die Einführung
solcher familienfreundlicher Eintrittskarten, was bei der Verwaltung
jedoch auf Ablehnung stößt.

„Wir sind gespannt, ob Interessen von Familien bei den anderen
Ratsfraktionen mehr Gehör finden als bei der Verwaltung. Es geht hier
außerdem um Gleichbehandlung von Bäderbesuchern“, ergänzt Ratsherr
Bastian Zimmermann. „Das Argument der Verwaltung, die Einführung von
Familientagestickets führe zu geschätzten Einnahmeverlusten in Höhe von
knapp 10.000 Euro, hält einer soliden Finanzprüfung nicht stand“,
kritisiert Piroska Evenburg, Mitglied im Sportausschuss. „Aus unserer
Sicht hält ein hoher Eintritt Familien eher von einem gemeinsamen
Freibadbesuch ab, während eine Familienermäßigung einen Anreiz bietet.
Die Folge seien dann doch höhere Einnahmen.“ Ratsherr Zimmermann fügt
hinzu: „Aufgrund des zunehmenden unbeständigen Sommerwetters lohnt sich
in den Augen etlicher Familien weder einer 10er- noch eine
Saison-Dauer-Karte, eine Familientageskarte bei schönem Wetter aber
schon“, ergänzt. Im Übrigen sei völlig unverständlich, warum hier
zulasten von Bürgern gehandelt werden soll.